Elon Musk will den Menschen besser machen

Elon Musk, der besser bekannt ist als das Gehirn hinter Tesla, will es uns ermöglichen, Maschinen nur mit unseren Gedanken zu steuern. Dafür Arbeitet er seit 2016 mit seinem Start-Up Unternehmen „Neuralink“ an einem Chip, der ins menschliche Gehirn implantiert werden soll. Ultimativ könnten wir dadurch vielleicht wortlos miteinander kommunizieren, Filme im Kopf streamen oder in Videospiele eintauchen. Doch wie fern ist das noch von der Realität?

Der Chip ist, wie Musk ihn beschreibt, „wie ein Fitbit (das ist ein winziger Fitnesstracker) im Schädel mit winzigen Drähten“. Die Kabel des Chips sind etwa 20 mal dünner als ein menschliches Haar. Er soll unter anderem Krankheiten wie Parkinson, Epilepsie, Gedächtnisverlust (Alzheimer), Lähmungen, Blindheit und andere neurologische Krankheiten heilen können. Für die Zukunft sei geplant, eine Symbiose zwischen menschlichem Geist und Computer zu erschaffen, Erinnerungen zu speichern und wiederzugeben und übermenschliches Sehen zu ermöglichen. Auch Taxis wird man wenn es nach Musk geht dann nicht mehr per Telefon anfordern. Dank der Schnittstelle in unserem Hirn soll man dann auch Tesla-Autos telepathisch herbeirufen. Auf Youtube gibt es einige Videos, in denen Musk ausführlich erklärt, wie das Ganze funktionieren soll.

Der Gedanke der Schnittstelle war ursprünglich, Behinderungen weniger einschränkend zu machen. Querschnittsgelähmte könnten Prothesen nur mit ihren Gedanken steuern und vielleicht sogar wieder fühlen. Doch was, wenn diese Technologie irgendwann soweit ist, dass man jedes Gehirn komplett lesen und beeinflussen kann? Musk träumt von ganz neuen wortlosen Kommunikationswegen von Menschen, die Sprachen lernen überflüssig machen. Der Wortschatz wird dann ganz einfach über den Chip im Gehirn aus dem Internet heruntergeladen und direkt benutzt. Man könnte vielleicht sogar vollständig in virtuelle Realitäten eintauchen, rumfliegen, fühlen, schmecken, riechen, alles während man zu Hause auf dem Sofa sitzt. All das wirkt wahnsinnig weit weg, aber Menschen können heute schon Roboterarme, Drohnen und Mauscursors mit ihren Gedanken steuern. Es gibt bereits ein Video, in dem ein Versuchsaffe nur mit seinen Gedanken einen Mousecursor steuert, um an eine Belohnung zu kommen. Doch wie funktioniert das alles, was ist heute schon machbar, was erst in ein paar 100 Jahren und was vielleicht nie?

Die Chips, die Elon Musk für sein Neuralink Projekt nutzen will sind wichtige Bestandteile von so genannten „Brain Machine Interfaces“, kurz BMIs. Ein BMI stellt im Prinzip eine Verbindung zwischen einem menschlichen Gehirn und einem Computer her. Aktuell werden diese BMIs hauptsächlich für medizinische Zwecke erforscht. Hier geht es vor allem darum, Menschen ihre Mobilität zurück zu geben und neurologische Krankheiten zu behandeln. In unserem Gehirn sind Milliarden von Nervenzellen, die konstant miteinander kommunizieren. Das sind unzählige hochkomplexe biochemische Prozesse. Diese Prozesse erzeugen Bioelektrische Aktivität, diese könnte der Chip über die haarfeinen Kabel einfangen und umrechnen.

Eine Frage, die wir aber wohl diskutieren müssen, wenn es soweit ist, ist die Frage, ob der Mensch nur ein „verbesserungswürdiges Mängelwesen“ ist, oder ob unsere Unzulänglichkeiten zu beheben auch bedeutet, unser Menschsein zu beenden. Zumindest die Hilfe, die diese Erfindungen Behinderten wären, ist wohl ohne Zweifel als ein großer Fortschritt zu sehen.

//Luca

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle deine Website mit WordPress.com
Jetzt starten
%d Bloggern gefällt das: